Chlorhexidin

 Chemische Verbindung, die zur Gruppe der Guanidine zählt und eine in Wasser unlösliche Base darstellt. In Kombination mit Salzen können bei Chlorhexidin unterschiedliche Wasserlöslichkeiten erzielt werden. In den praktischen Einsatz gelangt hauptsächlich Chlorhexidin-Digluconat, das aus einer Umsetzung von Chlorhexidin mit Gluconsäure entsteht. Chlorhexidin-Digluconat kann nicht als reiner, fester Stoff isoliert werden und wird daher vorwiegend als 20 %ige wässrige Lösung in den Handel gebracht. Chlorhexidin-Digluconat verfügt über eine bakteriostatische Wirksamkeit, deren Spektrum abhängig vom pH-Wert der Anwendungslösung ist. Hauptsächlich dient Chlorhexidin-Digluconat als Konservierungsmittel und als Basis-Wirkstoff von Desinfektionsmitteln. Der Wirkstoff weist natürliche Resistenzen gegenüber Sporen und einer Vielzahl unbehüllter Viren auf. Erworbene Resistenz besteht gegenüber MRSA und verschiedenen Gram-negativen Bakterien. Im Vergleich zu Alkoholen tritt bei Chlorhexidin die Wirkung langsamer ein. Aufgrund der Resistenzen und des eingeschränkteren Wirkungsspektrums bringt Chlorhexidin in der Händedesinfektion keinen Nutzen. Bewährt hat sich der Wirkstoff hingegen in der Katheterpflege zur Desinfektion von Punktionsstellen, z. B. bei zentralen Venenkathetern (ZVK).

 

 

 

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Auszugtext aus dem Hartmann Hygienealmanach. 

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