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Händedesinfektion

Der fachlich korrekte Begriff lautet „Hygienische Händedesinfektion“ gilt als effektivste Maßnahme zur Verhütung von Krankenhausinfektionen an den Händen. Eine Krankenhausinfektion ist eine Infektion, die durch Mikroorganismen oder Toxine hinweist und in Zusammenhang steht mit einem stationären oder ambulanten medizinischen Maßnahme steht. Dabei stehen besonders die Hände des Personals als Keimüberträger im Kritikpunkt. Daher gehört die gezielte Verminderung der Keimzahlen mit einem speziellen Mittel zur Keimabtötung als oberste Behandlungsmethode. Dabei geht man aber inzwischen auch noch einen Schritt weiter und nimmt nicht nur das Personal in die Pflicht, sondern hat diese Regelung bzw. Empfehlung auch auf Patienten und Besucher ausgeweitet. Sogar in vielen Betrieben oder öffentlichen Gebäuden sowie Arztpraxen hängen praktische Desinfektionsspender, die nicht nur zum Schutz der Kollegen, Freunde oder Patienten dient, sondern vor allem auch dem eigenen Schutz. 

Warum ist die Händedesinfektion so wichtig?

Würden wir uns alle nur täglich 30 Sekunden die Hände desinfizieren, dann können wahrscheinlich allein in Deutschland rund 900.000 nosokomiale Infektionen (Krankenhausinfektionen) verhindert werden und damit sogar rund 30.000 Todesfälle verhindert werden. In über 80% der Fälle findet die Infektion von Mensch zu Mensch über die Hände statt. Die Unterbrechung der Infektionskette ist daher von großer Bedeutung und im Interesse der ganzen Gesellschaft. 

Was versteht man unter der Händedesinfektion?

Das Einreiben der Hände mit einem in der Regel auf Alkohol basierenden Desinfektionsmittel wird als Händedesinfektion bezeichnet. Das dabei verwendete Desinfektionsmittel ist speziell für die Anwendung an den Händen entwickelt worden. Damit werden die Erreger, wie Viren oder Bakterien, auf der Haut der Hände abgetötet. Desinfektionsmittel reduzieren die Ansteckungsgefahr und machen damit die Händedesinfektion rund 100 Mal effektiver als die normale Reinigung der Hände mit Wasser und Seife. 

Gibt es nur die Ansteckung von Hand zu Hand?

Die Keime lauern auf Oberflächen und Gegenständen und werden dann auf die Hände übertragen, von wo aus sie zu anderen Menschen überspringen. Daher ist auch die Flächendesinfektion ein wichtiges Thema, denn die Krankheitserreger können auf den Flächen mehrere Monate überleben. Typische keimbelastete Flächen sind zum Beispiel Handläufe, Böden, Türgriffe, Badeeinrichtung, Bäder und Toiletten. Besonders in berührungsintensiven Berufen wie dem Gesundheitswesen oder der Gastronomie finden sich auf diesen Flächen besonders viele Keime und Krankheitserreger. 

Händedesinfektion auch im privaten Bereich?

In der Regel ist die Verwendung von Desinfektionsmitteln in privatem Umfeld nicht notwendig. Der Einsatz sollte immer gut abgewogen werden, denn nur ein kleiner Prozentsatz an Mikroorganismen wie Bakterien, Viren oder Pilzen, sind für den Menschen wirklich gefährlich. Es gibt aber dennoch Situationen in denen der Einsatz sinnvoll sein kann. Dazu gehören beispielsweise:
Ein Familienmitglied oder ein Bewohner des Haushaltes leidet an einer hochansteckenden Infektionskrankheit. 
Es gibt Kontaktpersonen von Erkrankten, die durch Krankheit, Immunschwäche oder Chemotherapie eine geschwächte Abwehr haben.

Die Anwendung im Privathaushalt sollte wirklich nur dann stattfinden, wenn eine dringende Indikation vorliegt. Denn die Desinfektionsmittel belasten auch die Umwelt, da sie in großen Mengen über das Abwasser auch nützliche Wasserorganismen abtöten. Außerdem können die Mittel auch Allergien, Ekzeme oder sogar Vergiftungen auslösen. Nur wenn die Vorteile der Händedesinfektion überwiegen, sollte Sie auch im privaten Bereich eingesetzt werden. Ein keimfreies Zuhause ist nicht notwendig und kann auch mit Desinfektionsmitteln nicht erreicht werden. 

Händedesinfektion in medizinischen Einrichtungen wichtig

Die mikrobiologische Belastung kann in medizinischen Einrichtungen wie etwa Kliniken, Ambulanzen, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen problematisch sein. Auch in Betrieben der Lebensmittelherstellung sowie in Großküchen wird die Händedesinfektion als sinnvoll eingeschätzt. In diesen Bereichen geht es darum, alle Erreger auf den Händen abzutöten, damit keine Krankheiten übertragen werden können. Eine Abtötung ist mit Wasser und Seife nicht zu erreichen und kann nur über die richtige Desinfektion der Hände erreicht werden.

Wie desinfiziere ich die Hände richtig?

Die hygienische Händedesinfektion muss wirksam durchgeführt werden, damit die eingesetzten Desinfektionsmittel auch richtig wirken können. Insgesamt gibt es sechs Schritte, die die richtige Anwendung bzw. Verteilung des Desinfektionsmittels sicherstellen sollen. 

Grundsätzlich sollen nur saubere und trockene Hände desinfiziert werden. Die Gebrauchsanweisung des Herstellers muss unbedingt beachtet werden. Aus dem vorhandenen Spender entnehmen Anwender durch Drücken die bereits fertig gemischte Konzentration. Die im Handel verfügbaren Mittel sind bereits im richtigen Mischungsverhältnis gebrauchsfertig und dürfen nicht weiter mit Wasser vermischt werden.

  1. Die Hände mit dem Desinfektionsmittel komplett benetzen und die Handflächen aneinander reiben. 
  2. Die Handflächen an der Handoberseite mit jeweils der anderen Hand und gespreizten Fingern aneinander reiben. 
  3. Handflächen beider Hände mit gespreizten Händen aneinander reiben. 
  4. Jeden Finger mit seiner Oberfläche in der Handfläche der jeweils anderen Hand reiben.
  5. Den Daumen in der jeweils zu einer Faust geballten anderen Haut reiben.
  6. Die Fingerkuppen in der jeweils anderen Handfläche reiben. 

Wie lange muss das Desinfektionsmittel einwirken?

Viele Hersteller geben für ihr Produkt eine Einwirkzeit von mindestens 30 Sekunden an. Diese reicht in der Regel auch aus, um die häufigsten resistenten Erreger abzutöten. Allerdings sind einige Erreger über diese Zeit hinaus aktiv und die Einwirkzeit reicht hier nicht aus. Viele von Ihnen sind gegen Antibiotika resistent und können einen Biofilm, - eine Art Schutzschleim, bilden und sich damit gegen Fresszellen oder Antibiotika schützen. Für Menschen mit intaktem Immunsystem stellen Sie in der Regel keine Gefahr dar. Allerdings können sie in Krankenhäusern, etwa bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem, schwere Infektionen an Wunden, Atem- und Harnwegen sowie Lungenentzündung, Sepsis oder Herzerkrankungen verursachen. Auch bei den Hepatitis B Viren muss ein Produkt verwendet werden, dass eine längere Einwirkzeit aufweist und für den Einsatz gegen diese Viren durch ein Gutachten als geeignet gekennzeichnet ist. Und bei Noro-Viren muss der Vorgang der Desinfektion mindestens 2 Minuten betragen. 

Grundsätzliches zur richtigen Händedesinfektion:

  • Hände und Handgelenke müssen von Schmuck befreit werden, dazu gehören auch Eheringe, Armreifen, aber auch Nagellack und künstliche Fingernägel, denn sie können die Wirkung des Desinfektionsmittels beeinträchtigen. 
  • Grober Schmutz an den Händen muss vorher entfernt werden
  • Den Spender nicht mit den Händen bedienen sondern dafür den Ellenbogen oder Unterarm verwenden
  • Mindestens 3 ml Desinfektionsmittel verwende, das entspricht etwa einer hohlen Handfläche
  • Lange Fingernägel können die Wirkung herabsetzen, denn die Flüssigkeit kann sich nicht gut verteilen und gleichzeitig sind diese Flächen besonders oft mit Keimen befallen
  • Hände müssen vor der Desinfektion trocken sein
  • Sporen werden durch die hygienische Händedesinfektion nicht inaktiviert. Dazu gehört auch das Darmbakterium Clostridium difficile, das sich stark vermehren kann und eine meldepflichtige und sehr ansteckende Durchfallerkrankung auslösen kann. Patienten mit dieser Krankheit sind im Krankenhaus immer isoliert und das Personal muss besondere Schutzmaßnahmen beachten, um sich nicht selbst anzustecken oder die Sporen weiterzutragen. Um diese Sporen sicher abzutöten, muss die Hände nach der Desinfektion noch zusätzlich gewaschen werden. 
  • Haltbarkeit des Desinfektionsmittels beachten

 

Auch wenn es scheint, dass die Wirkung von der Einhaltung der genauen Reihenfolge der Händedesinfektion abhängig ist, so haben neueste Studien bewiesen, dass eine individuelle Einreibemethode zu besseren Ergebnissen führen kann. Die Reihenfolge der 6 Schritte ist daher nur als Empfehlung zu verstehen. 

Was sind zertifizierte Desinfektionsmittel?

Ein sehr wichtiges Qualitätsmerkmal für Desinfektionsmittel ist die Zertifizierung nach VAH. VAH= Verbund für angewandte Hygiene e.V. Um eine solche Zertifizierung zu bekommen, muss das Zertifikat beim Verbund beantragt werden. Dort wird das Produkt von unabhängigen Experten geprüft und für wirksam befunden. Dafür ist der Nachweis nötig, dass das Produkt:

  • wirksam gegen Bakterien, ohne bakterierelle Sporen, ist 
  • wirksam gegen Hefen und Sprosspilze ist


Dann trägt das Produkt den Hinweis Bakterizid und Levurozid. 

Zusätzlich können Hersteller die spezielle Kennzeichnung für folgende Eigenschaften des Desinfektionsmittels beantragen:

  • Tuberkulozid, d.h. wirksam gegen Erreger der Tuberkulose, die durch die typischen Mykobakterien Stämme hervorgerufen wird. 
  • Mykobakterizid, d.h. wirksam gegen atypische Mykobakterien
  • Fungizid, d.h. wirksam gegen Schimmelpilze und deren Sporen
  • begrenzt viruzid, d.h. das Produkt ist nur gegen einen Teil der Viren einsetzbar

Die Regel der 5 Momente der WHO

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat eine Regel aufgestellt, die „die 5 Momente“ genannt wird und die fünf Indikationen benennt, bei denen ausnahmslos eine hygienische Händedesinfektion durchgeführt werden muss. Diese sind im Einzelnen:

  1. Vor einem direkten Patientenkontakt, vor allem bei infektionsgefährdeten und geschwächten Patienten. 
  2. Vor aseptischen Tätigkeiten, zu denen zum Beispiel Zahnpflege, Wundversorgung, Kontakt mit Eintrittsstellen von Kathetern, bei invasiven Eingriffen und bei Schleimhautkontakt. 
  3. Nach dem Kontakt mit potenziell infektiösem Material, dazu gehört zum Beispiel Schleimhautkontakt, der Umgang mit Blut oder Sekreten, die Wundversorgung oder das Absaugen.
  4. Nach direktem Patientenkontakt, da jeder Patient potentiell infektiös sein kann.
  5. Nach dem Kontakt mit der unmittelbaren Patientenumgebung, dazu gehört zum Beispiel der Wechsel der Bettwäsche, der Kontakt mit dem Nachtschrank oder mit Gegenständen des Patienten. 


Als weitere Empfehlung gibt die WHO an, dass vor dem Anlegen von sterilen oder nicht sterilen Einmalhandschuhen die Hände ebenfalls zu desinfizieren, da auch der beste Handschuh keinen 100%igen Schutz bieten kann. Mikrorisse können vorhanden sein und so potentiell gefährliche Erreger übertragen werden. Auch nach dem Ablegen der Einmalhandschuhe ist die hygienische Händedesinfektion durchzuführen, da auch hier durch die Mikrorisse gefährliche Erreger vom Patienten auf das Personal/den Besucher übertragen werden können. Außerdem werden die Hände beim Ausziehen der Schutzhandschuhe oftmals kontaminiert. 

Was ist die „Aktion saubere Hände“?

Aktion saubere Hände soll die Verbreitung von multiresistenten Krankenhauserregern verhindern und damit die Zahl der Todesfälle, die damit im Zusammenhang stehen, reduzieren. Sie ist eine nationale Kampagne zur Verbesserung der Compliance (Regeltreue) der Händedesinfektion in deutschen Gesundheitseinrichtungen. Sie wurde im Jahr 2008 ins Leben gerufen und bietet in den drei Modulen:

  1. Krankenhäuser
  2. Alten- und Pflegeheime
  3. Ambulante Medizin


alle notwendigen Vorgaben, Ratschläge, Informationen und Anwendungshinweise, damit sich die Hygiene in unseren medizinischen Einrichtungen verbessert und damit Menschenleben gerettet werden können. Jedes Krankenhaus, das sich an dieser sinnvollen Aktion beteiligen möchte, muss einen Teilnehmerbeitrag von 500 Euro bezahlen. Von diesen und weiteren Einnahmen finanziert sich die Kampagne selbst. 

Die AHS unterstützt Einrichtungsleiter und Administration und gibt eine praxisbezogene Richtlinie zur Umsetzung der „5 Momente Regel“ heraus. Außerdem hat die Kampagne einen Mindeststandard zur Ausstattung mit Händedesinfektionsmittelspendern festgelegt. 

Auch die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege hat eine Regel aufgestellt, in der Unternehmer aus dem oben genannten Bereich dafür sorgen müssen, dass den Mitarbeiterin in diesen Bereichen genügend Handwaschplätze sowie zentrale Desinfektionsanlagen zur Verfügung stellen muss. Dabei müssen es hautschonende Mittel zum Reinigen, Abtrocknen, zur Pflege und zur Desinfektion bereitgestellt werden. 

Schädigen Händedesinfektionsmittel der Haut?

Durch den in den Desinfektionsmitteln enthaltenen Alkohol wird die Haut entfettet und das wiederholte desinfizieren greift die Haut an. Aus diesem Grund haben viele Hersteller ihren Produkten hautpflegende Komponenten beigemischt, um ein Austrocknen der Haut zu verhindern. Da mehr als die Hälfte der Hauterkrankungen auf Berufskrankheiten entfallen, sind der Hautschutz sowie die Hautpflege für die Berufsgenossenschaften ein wichtiges Thema. 

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die hygienische Händedesinfektion verträglicher für die Haut ist als das Händewaschen. Entscheidend beim Entfetten der Lipidschicht der Haut durch den Alkohol in den Desinfektionsmitteln ist dessen Konzentration. Durch die Einreibemethode des Mittels werden die losgelösten Lipide jedoch nicht weggespült wie beim Händewaschen, sondern wieder in die Haut eingerieben. Auf vorgeschädigter Haut hinterlässt aber der Alkohol ein brennendes Gefühl. Auch Hilfs- und Parfümstoffe sowie Farbstoffe können ein gewisses Sensibilisierungspotenzial enthalten. 

Auch die Dampfsperre, die beim Tragen von flüssigkeitsdichten Schutzhandschuhen entstehen kann, kann zu Ekzemen der Haut führen. Durch das Feuchtklima löst sich ebenfalls die Fettschicht auf. Auch die Inhaltsstoffe aus den Handschuhen können in diesem Klima leicht in die Haut eindringen. Das wiederum kann Allergien und Hautirritationen begünstigen. Das Waschen der Hände schädigt die Haut nachweislich deutlich mehr als die Desinfektion der Hände. 

Wo gelten auch strenge Vorgaben zur Händedesinfektion?

Neben den medizinischen Bereichen gelten auch in den folgenden Bereichen strenge Vorgaben zur Händehygiene. Dazu gehören:

Lebensmittelbereich

Das Desinfizieren der Hände wird von der Berufsgenossenschaft in folgenden Situationen vorgegeben:

  • Beim Betreten des Arbeitsbereiches
  • Vor dem Umgang mit Lebensmittel
  • Nach dem Umgang mit kritischen Lebensmitteln, wie zum Beispiel Fleisch, Geflügel, Eier und Fisch
  • Nach Reinigungs- und Schmutzarbeiten
  • Nach der Toilettenbenutzung und dem Nasenputzen
  • Vor dem Anlagen und nach dem Ablegen von Handschuhen

In Gemeinschaftseinrichtungen wie Kitas, Kinder- und Jugendeinrichtungen

  • Vor und nach dem Wickeln von Kleinkindern
  • Vor und nach der Versorgung von Wunden, wie z.B. Anlegen von Pflastern und Verbänden
  • Vor der Zubereitung und der Ausgabe von Essen
  • Nach Kontakt mit Körperflüssigkeiten wie Blut sowie Ausscheidungen z.B. Stuhlgang und Erbrochenem
  • Nach dem Umgang mit infektiös erkrankten Kindern, zum Beispiel bei Durchfall, Erbrechen oder Atemwegsinfektionen
  • Nach Reinigungsarbeiten im Sanitärbereich
  • Vor dem Anlagen und nach dem Ablegen von Handschuhen

 

Desinfektionsmittel vom Marktführer

Zweifelsfrei ist Sterilium aus dem Hause Bode Chemie GmbH Hartmann der Marktführer im Bereich der Produkte zur hygienischen Händedesinfektion. Die alkoholischen Einreibepräparate werden weltweit vertreibt und gehören zu den wirksamsten und hautverträglichsten Produkten. Schon vor über 50 Jahren wurde Sterilium, das erste marktfähige Händedesinfektionsmittel, erfunden. Für nahezu jede klinische Situation ist im Produktsortiment das passende Produkt zu finden. Alle Sterilium Produkte werden durch interne und externe Gutachter geprüft und überwacht. Sie sind gebrauchsfertig und unabhängig von Wasser und Waschbecken. 

Inzwischen vertreibt das Unternehmen 5 verschiedene Produktkategorien. Diese sind:

  1. Sterilium 
  2. Sterilium classic pure
  3. Sterilium med
  4. Sterilium Virugard
  5. Sterilium Tissue 

Die Produkte von Sterilium im Detail

Das klassische Händedesinfektionsprodukt Sterilium ist nicht nur wissenschaftlich fundiert geprüft und seine Hautverträglichkeit durch zahlreiche Gutachten belegt. Es ist umfassend wirksam gegen Bakterien, Hefepilze und behüllte Viren. Natürlich ist das Vorzeigeprodukt von Hartmann bei der VAH gelistet und darüber hinaus auch für die chirurgische Händedesinfektion geeignet. Seine besondere Formel ist rückfettend und erhöht bei wiederholter Anwendung die Hautfeuchtigkeit. Je nach Einsatzgebiet und Erreger liegt die Einwirkzeit zwischen 15 Sekunden und 5 Minuten. Über die richtige Dosierung informiert der Hersteller in der Produktbeilage. 


Das classic pure ist die parfüm- und farbstofffreie Produktvariante des Sterilium und gehört zur Nummer 1 der Händedesinfektionsmittel im Klinikbereich. Besonders bei empfindlicher Haut sollte auf dieses Mittel zurückgegriffen werden. Es ist ebenso wie der Klassiker umfassend wirksam gegen Bakterien, Hefepilze und behüllte Viren. Je nach Einsatzgebiet und Erreger liegt die Einwirkzeit zwischen 15 Sekunden und 5 Minuten. Über die richtige Dosierung informiert der Hersteller in der Produktbeilage. 

Auch unter einer Langzeitanwendung ist es sehr verträglich für die Haut, wie eine randomisierte Studie ergeben hat. Unter praxisnahen Bedingungen wurde festgestellt, dass sich bereits nach wenigen Tagen Anwendung die Hautfeuchte deutlich erhöht. 

Mit dem Sterilium med erhält der Anwender ein Desinfektionsmittel für die Hände auf Ethanol Basis und mit einem bewährten Hautpflegekomplex. Dazu ist das Desinfektionsmittel wirksam gegen Noroviren und bietet ein sehr breites Wirkungsspektrum. Auch dieses Produkt ist parfüm- und farbstofffrei und bietet eine sehr gute Hautverträglichkeit mit hervorragender Sofortwirkung. Es eignet sich für die hygienische und chirurgische Händedesinfektion und wird in allen Bereichen eingesetzt, bei denen ein Wirkungsspektrum gefordert wird. Die Einwirkzeit beträgt je nach Bereich und Erreger zwischen 15 Sekunden und 2 Minuten. 

Für spezielle Arbeitsbereiche ist das Sterilium Virugard geeignet. Es ist für alle Risikobereich geeignet und besonders wirksam gegen behüllte und unbehüllte Viren sowie bei Noroviren. Auf Ethanol Basis und eine hautverträgliche Alternative zu chlorhaltigen und phosphorsäurehaltigen Produkten, da farbstoff- und parfümfrei. Das Produkt eignet sich sowohl zur hygienischen als auch zur chirurgischen Händedesinfektion. 

Das Sterilium Virugard ist das einzige alkoholische Präparat ohne Phosphorsäure das gegen Noroviren eingesetzt werden darf. Seine Wirksamkeit wurde in zahlreichen klinischen Erfahrungsberichten dokumentiert. Außerdem haben unabhängige Gutachten die Wirksamkeit von Sterilium med gegenüber dem Adenovirus und dem Murine norovirus nachgewiesen. 

Alle Produkte von Hartmann unter dem Markennamen Sterilium bieten eine Sofortwirkung sowie eine zuverlässige Langzeitwirkung von bis zu 6 Stunden. Als gebrauchsfertige Lösung zur hygienischen und chirurgischen Händedesinfektion können sie in allen hygienerelevanten Bereichen des Gesundheitswesens, der Industrie und bei der Heimdialyse eingesetzt werden. 

Im Jahr 2016 wurden die Produkte von Sterilium mit dem Siegel der „Marken des Jahrhunderts“ ausgezeichnet. Heute gehört Sterilium in mehr als 50 Ländern zum täglichen Begleiter für Ärzte und Pflegekräfte. Desinfizierte Hände können Leben retten und daher unterstütz das Unternehmen auch zahlreiche Händehygiene Programme. Dazu gehört auch die oben beschriebene „Aktion saubere Hände“.

 

Der fachlich korrekte Begriff lautet „Hygienische Händedesinfektion“ gilt als effektivste Maßnahme zur Verhütung von Krankenhausinfektionen an den Händen. Eine Krankenhausinfektion ist eine... mehr erfahren »
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Händedesinfektion

Der fachlich korrekte Begriff lautet „Hygienische Händedesinfektion“ gilt als effektivste Maßnahme zur Verhütung von Krankenhausinfektionen an den Händen. Eine Krankenhausinfektion ist eine Infektion, die durch Mikroorganismen oder Toxine hinweist und in Zusammenhang steht mit einem stationären oder ambulanten medizinischen Maßnahme steht. Dabei stehen besonders die Hände des Personals als Keimüberträger im Kritikpunkt. Daher gehört die gezielte Verminderung der Keimzahlen mit einem speziellen Mittel zur Keimabtötung als oberste Behandlungsmethode. Dabei geht man aber inzwischen auch noch einen Schritt weiter und nimmt nicht nur das Personal in die Pflicht, sondern hat diese Regelung bzw. Empfehlung auch auf Patienten und Besucher ausgeweitet. Sogar in vielen Betrieben oder öffentlichen Gebäuden sowie Arztpraxen hängen praktische Desinfektionsspender, die nicht nur zum Schutz der Kollegen, Freunde oder Patienten dient, sondern vor allem auch dem eigenen Schutz. 

Warum ist die Händedesinfektion so wichtig?

Würden wir uns alle nur täglich 30 Sekunden die Hände desinfizieren, dann können wahrscheinlich allein in Deutschland rund 900.000 nosokomiale Infektionen (Krankenhausinfektionen) verhindert werden und damit sogar rund 30.000 Todesfälle verhindert werden. In über 80% der Fälle findet die Infektion von Mensch zu Mensch über die Hände statt. Die Unterbrechung der Infektionskette ist daher von großer Bedeutung und im Interesse der ganzen Gesellschaft. 

Was versteht man unter der Händedesinfektion?

Das Einreiben der Hände mit einem in der Regel auf Alkohol basierenden Desinfektionsmittel wird als Händedesinfektion bezeichnet. Das dabei verwendete Desinfektionsmittel ist speziell für die Anwendung an den Händen entwickelt worden. Damit werden die Erreger, wie Viren oder Bakterien, auf der Haut der Hände abgetötet. Desinfektionsmittel reduzieren die Ansteckungsgefahr und machen damit die Händedesinfektion rund 100 Mal effektiver als die normale Reinigung der Hände mit Wasser und Seife. 

Gibt es nur die Ansteckung von Hand zu Hand?

Die Keime lauern auf Oberflächen und Gegenständen und werden dann auf die Hände übertragen, von wo aus sie zu anderen Menschen überspringen. Daher ist auch die Flächendesinfektion ein wichtiges Thema, denn die Krankheitserreger können auf den Flächen mehrere Monate überleben. Typische keimbelastete Flächen sind zum Beispiel Handläufe, Böden, Türgriffe, Badeeinrichtung, Bäder und Toiletten. Besonders in berührungsintensiven Berufen wie dem Gesundheitswesen oder der Gastronomie finden sich auf diesen Flächen besonders viele Keime und Krankheitserreger. 

Händedesinfektion auch im privaten Bereich?

In der Regel ist die Verwendung von Desinfektionsmitteln in privatem Umfeld nicht notwendig. Der Einsatz sollte immer gut abgewogen werden, denn nur ein kleiner Prozentsatz an Mikroorganismen wie Bakterien, Viren oder Pilzen, sind für den Menschen wirklich gefährlich. Es gibt aber dennoch Situationen in denen der Einsatz sinnvoll sein kann. Dazu gehören beispielsweise:
Ein Familienmitglied oder ein Bewohner des Haushaltes leidet an einer hochansteckenden Infektionskrankheit. 
Es gibt Kontaktpersonen von Erkrankten, die durch Krankheit, Immunschwäche oder Chemotherapie eine geschwächte Abwehr haben.

Die Anwendung im Privathaushalt sollte wirklich nur dann stattfinden, wenn eine dringende Indikation vorliegt. Denn die Desinfektionsmittel belasten auch die Umwelt, da sie in großen Mengen über das Abwasser auch nützliche Wasserorganismen abtöten. Außerdem können die Mittel auch Allergien, Ekzeme oder sogar Vergiftungen auslösen. Nur wenn die Vorteile der Händedesinfektion überwiegen, sollte Sie auch im privaten Bereich eingesetzt werden. Ein keimfreies Zuhause ist nicht notwendig und kann auch mit Desinfektionsmitteln nicht erreicht werden. 

Händedesinfektion in medizinischen Einrichtungen wichtig

Die mikrobiologische Belastung kann in medizinischen Einrichtungen wie etwa Kliniken, Ambulanzen, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen problematisch sein. Auch in Betrieben der Lebensmittelherstellung sowie in Großküchen wird die Händedesinfektion als sinnvoll eingeschätzt. In diesen Bereichen geht es darum, alle Erreger auf den Händen abzutöten, damit keine Krankheiten übertragen werden können. Eine Abtötung ist mit Wasser und Seife nicht zu erreichen und kann nur über die richtige Desinfektion der Hände erreicht werden.

Wie desinfiziere ich die Hände richtig?

Die hygienische Händedesinfektion muss wirksam durchgeführt werden, damit die eingesetzten Desinfektionsmittel auch richtig wirken können. Insgesamt gibt es sechs Schritte, die die richtige Anwendung bzw. Verteilung des Desinfektionsmittels sicherstellen sollen. 

Grundsätzlich sollen nur saubere und trockene Hände desinfiziert werden. Die Gebrauchsanweisung des Herstellers muss unbedingt beachtet werden. Aus dem vorhandenen Spender entnehmen Anwender durch Drücken die bereits fertig gemischte Konzentration. Die im Handel verfügbaren Mittel sind bereits im richtigen Mischungsverhältnis gebrauchsfertig und dürfen nicht weiter mit Wasser vermischt werden.

  1. Die Hände mit dem Desinfektionsmittel komplett benetzen und die Handflächen aneinander reiben. 
  2. Die Handflächen an der Handoberseite mit jeweils der anderen Hand und gespreizten Fingern aneinander reiben. 
  3. Handflächen beider Hände mit gespreizten Händen aneinander reiben. 
  4. Jeden Finger mit seiner Oberfläche in der Handfläche der jeweils anderen Hand reiben.
  5. Den Daumen in der jeweils zu einer Faust geballten anderen Haut reiben.
  6. Die Fingerkuppen in der jeweils anderen Handfläche reiben. 

Wie lange muss das Desinfektionsmittel einwirken?

Viele Hersteller geben für ihr Produkt eine Einwirkzeit von mindestens 30 Sekunden an. Diese reicht in der Regel auch aus, um die häufigsten resistenten Erreger abzutöten. Allerdings sind einige Erreger über diese Zeit hinaus aktiv und die Einwirkzeit reicht hier nicht aus. Viele von Ihnen sind gegen Antibiotika resistent und können einen Biofilm, - eine Art Schutzschleim, bilden und sich damit gegen Fresszellen oder Antibiotika schützen. Für Menschen mit intaktem Immunsystem stellen Sie in der Regel keine Gefahr dar. Allerdings können sie in Krankenhäusern, etwa bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem, schwere Infektionen an Wunden, Atem- und Harnwegen sowie Lungenentzündung, Sepsis oder Herzerkrankungen verursachen. Auch bei den Hepatitis B Viren muss ein Produkt verwendet werden, dass eine längere Einwirkzeit aufweist und für den Einsatz gegen diese Viren durch ein Gutachten als geeignet gekennzeichnet ist. Und bei Noro-Viren muss der Vorgang der Desinfektion mindestens 2 Minuten betragen. 

Grundsätzliches zur richtigen Händedesinfektion:

  • Hände und Handgelenke müssen von Schmuck befreit werden, dazu gehören auch Eheringe, Armreifen, aber auch Nagellack und künstliche Fingernägel, denn sie können die Wirkung des Desinfektionsmittels beeinträchtigen. 
  • Grober Schmutz an den Händen muss vorher entfernt werden
  • Den Spender nicht mit den Händen bedienen sondern dafür den Ellenbogen oder Unterarm verwenden
  • Mindestens 3 ml Desinfektionsmittel verwende, das entspricht etwa einer hohlen Handfläche
  • Lange Fingernägel können die Wirkung herabsetzen, denn die Flüssigkeit kann sich nicht gut verteilen und gleichzeitig sind diese Flächen besonders oft mit Keimen befallen
  • Hände müssen vor der Desinfektion trocken sein
  • Sporen werden durch die hygienische Händedesinfektion nicht inaktiviert. Dazu gehört auch das Darmbakterium Clostridium difficile, das sich stark vermehren kann und eine meldepflichtige und sehr ansteckende Durchfallerkrankung auslösen kann. Patienten mit dieser Krankheit sind im Krankenhaus immer isoliert und das Personal muss besondere Schutzmaßnahmen beachten, um sich nicht selbst anzustecken oder die Sporen weiterzutragen. Um diese Sporen sicher abzutöten, muss die Hände nach der Desinfektion noch zusätzlich gewaschen werden. 
  • Haltbarkeit des Desinfektionsmittels beachten

 

Auch wenn es scheint, dass die Wirkung von der Einhaltung der genauen Reihenfolge der Händedesinfektion abhängig ist, so haben neueste Studien bewiesen, dass eine individuelle Einreibemethode zu besseren Ergebnissen führen kann. Die Reihenfolge der 6 Schritte ist daher nur als Empfehlung zu verstehen. 

Was sind zertifizierte Desinfektionsmittel?

Ein sehr wichtiges Qualitätsmerkmal für Desinfektionsmittel ist die Zertifizierung nach VAH. VAH= Verbund für angewandte Hygiene e.V. Um eine solche Zertifizierung zu bekommen, muss das Zertifikat beim Verbund beantragt werden. Dort wird das Produkt von unabhängigen Experten geprüft und für wirksam befunden. Dafür ist der Nachweis nötig, dass das Produkt:

  • wirksam gegen Bakterien, ohne bakterierelle Sporen, ist 
  • wirksam gegen Hefen und Sprosspilze ist


Dann trägt das Produkt den Hinweis Bakterizid und Levurozid. 

Zusätzlich können Hersteller die spezielle Kennzeichnung für folgende Eigenschaften des Desinfektionsmittels beantragen:

  • Tuberkulozid, d.h. wirksam gegen Erreger der Tuberkulose, die durch die typischen Mykobakterien Stämme hervorgerufen wird. 
  • Mykobakterizid, d.h. wirksam gegen atypische Mykobakterien
  • Fungizid, d.h. wirksam gegen Schimmelpilze und deren Sporen
  • begrenzt viruzid, d.h. das Produkt ist nur gegen einen Teil der Viren einsetzbar

Die Regel der 5 Momente der WHO

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat eine Regel aufgestellt, die „die 5 Momente“ genannt wird und die fünf Indikationen benennt, bei denen ausnahmslos eine hygienische Händedesinfektion durchgeführt werden muss. Diese sind im Einzelnen:

  1. Vor einem direkten Patientenkontakt, vor allem bei infektionsgefährdeten und geschwächten Patienten. 
  2. Vor aseptischen Tätigkeiten, zu denen zum Beispiel Zahnpflege, Wundversorgung, Kontakt mit Eintrittsstellen von Kathetern, bei invasiven Eingriffen und bei Schleimhautkontakt. 
  3. Nach dem Kontakt mit potenziell infektiösem Material, dazu gehört zum Beispiel Schleimhautkontakt, der Umgang mit Blut oder Sekreten, die Wundversorgung oder das Absaugen.
  4. Nach direktem Patientenkontakt, da jeder Patient potentiell infektiös sein kann.
  5. Nach dem Kontakt mit der unmittelbaren Patientenumgebung, dazu gehört zum Beispiel der Wechsel der Bettwäsche, der Kontakt mit dem Nachtschrank oder mit Gegenständen des Patienten. 


Als weitere Empfehlung gibt die WHO an, dass vor dem Anlegen von sterilen oder nicht sterilen Einmalhandschuhen die Hände ebenfalls zu desinfizieren, da auch der beste Handschuh keinen 100%igen Schutz bieten kann. Mikrorisse können vorhanden sein und so potentiell gefährliche Erreger übertragen werden. Auch nach dem Ablegen der Einmalhandschuhe ist die hygienische Händedesinfektion durchzuführen, da auch hier durch die Mikrorisse gefährliche Erreger vom Patienten auf das Personal/den Besucher übertragen werden können. Außerdem werden die Hände beim Ausziehen der Schutzhandschuhe oftmals kontaminiert. 

Was ist die „Aktion saubere Hände“?

Aktion saubere Hände soll die Verbreitung von multiresistenten Krankenhauserregern verhindern und damit die Zahl der Todesfälle, die damit im Zusammenhang stehen, reduzieren. Sie ist eine nationale Kampagne zur Verbesserung der Compliance (Regeltreue) der Händedesinfektion in deutschen Gesundheitseinrichtungen. Sie wurde im Jahr 2008 ins Leben gerufen und bietet in den drei Modulen:

  1. Krankenhäuser
  2. Alten- und Pflegeheime
  3. Ambulante Medizin


alle notwendigen Vorgaben, Ratschläge, Informationen und Anwendungshinweise, damit sich die Hygiene in unseren medizinischen Einrichtungen verbessert und damit Menschenleben gerettet werden können. Jedes Krankenhaus, das sich an dieser sinnvollen Aktion beteiligen möchte, muss einen Teilnehmerbeitrag von 500 Euro bezahlen. Von diesen und weiteren Einnahmen finanziert sich die Kampagne selbst. 

Die AHS unterstützt Einrichtungsleiter und Administration und gibt eine praxisbezogene Richtlinie zur Umsetzung der „5 Momente Regel“ heraus. Außerdem hat die Kampagne einen Mindeststandard zur Ausstattung mit Händedesinfektionsmittelspendern festgelegt. 

Auch die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege hat eine Regel aufgestellt, in der Unternehmer aus dem oben genannten Bereich dafür sorgen müssen, dass den Mitarbeiterin in diesen Bereichen genügend Handwaschplätze sowie zentrale Desinfektionsanlagen zur Verfügung stellen muss. Dabei müssen es hautschonende Mittel zum Reinigen, Abtrocknen, zur Pflege und zur Desinfektion bereitgestellt werden. 

Schädigen Händedesinfektionsmittel der Haut?

Durch den in den Desinfektionsmitteln enthaltenen Alkohol wird die Haut entfettet und das wiederholte desinfizieren greift die Haut an. Aus diesem Grund haben viele Hersteller ihren Produkten hautpflegende Komponenten beigemischt, um ein Austrocknen der Haut zu verhindern. Da mehr als die Hälfte der Hauterkrankungen auf Berufskrankheiten entfallen, sind der Hautschutz sowie die Hautpflege für die Berufsgenossenschaften ein wichtiges Thema. 

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die hygienische Händedesinfektion verträglicher für die Haut ist als das Händewaschen. Entscheidend beim Entfetten der Lipidschicht der Haut durch den Alkohol in den Desinfektionsmitteln ist dessen Konzentration. Durch die Einreibemethode des Mittels werden die losgelösten Lipide jedoch nicht weggespült wie beim Händewaschen, sondern wieder in die Haut eingerieben. Auf vorgeschädigter Haut hinterlässt aber der Alkohol ein brennendes Gefühl. Auch Hilfs- und Parfümstoffe sowie Farbstoffe können ein gewisses Sensibilisierungspotenzial enthalten. 

Auch die Dampfsperre, die beim Tragen von flüssigkeitsdichten Schutzhandschuhen entstehen kann, kann zu Ekzemen der Haut führen. Durch das Feuchtklima löst sich ebenfalls die Fettschicht auf. Auch die Inhaltsstoffe aus den Handschuhen können in diesem Klima leicht in die Haut eindringen. Das wiederum kann Allergien und Hautirritationen begünstigen. Das Waschen der Hände schädigt die Haut nachweislich deutlich mehr als die Desinfektion der Hände. 

Wo gelten auch strenge Vorgaben zur Händedesinfektion?

Neben den medizinischen Bereichen gelten auch in den folgenden Bereichen strenge Vorgaben zur Händehygiene. Dazu gehören:

Lebensmittelbereich

Das Desinfizieren der Hände wird von der Berufsgenossenschaft in folgenden Situationen vorgegeben:

  • Beim Betreten des Arbeitsbereiches
  • Vor dem Umgang mit Lebensmittel
  • Nach dem Umgang mit kritischen Lebensmitteln, wie zum Beispiel Fleisch, Geflügel, Eier und Fisch
  • Nach Reinigungs- und Schmutzarbeiten
  • Nach der Toilettenbenutzung und dem Nasenputzen
  • Vor dem Anlagen und nach dem Ablegen von Handschuhen

In Gemeinschaftseinrichtungen wie Kitas, Kinder- und Jugendeinrichtungen

  • Vor und nach dem Wickeln von Kleinkindern
  • Vor und nach der Versorgung von Wunden, wie z.B. Anlegen von Pflastern und Verbänden
  • Vor der Zubereitung und der Ausgabe von Essen
  • Nach Kontakt mit Körperflüssigkeiten wie Blut sowie Ausscheidungen z.B. Stuhlgang und Erbrochenem
  • Nach dem Umgang mit infektiös erkrankten Kindern, zum Beispiel bei Durchfall, Erbrechen oder Atemwegsinfektionen
  • Nach Reinigungsarbeiten im Sanitärbereich
  • Vor dem Anlagen und nach dem Ablegen von Handschuhen

 

Desinfektionsmittel vom Marktführer

Zweifelsfrei ist Sterilium aus dem Hause Bode Chemie GmbH Hartmann der Marktführer im Bereich der Produkte zur hygienischen Händedesinfektion. Die alkoholischen Einreibepräparate werden weltweit vertreibt und gehören zu den wirksamsten und hautverträglichsten Produkten. Schon vor über 50 Jahren wurde Sterilium, das erste marktfähige Händedesinfektionsmittel, erfunden. Für nahezu jede klinische Situation ist im Produktsortiment das passende Produkt zu finden. Alle Sterilium Produkte werden durch interne und externe Gutachter geprüft und überwacht. Sie sind gebrauchsfertig und unabhängig von Wasser und Waschbecken. 

Inzwischen vertreibt das Unternehmen 5 verschiedene Produktkategorien. Diese sind:

  1. Sterilium 
  2. Sterilium classic pure
  3. Sterilium med
  4. Sterilium Virugard
  5. Sterilium Tissue 

Die Produkte von Sterilium im Detail

Das klassische Händedesinfektionsprodukt Sterilium ist nicht nur wissenschaftlich fundiert geprüft und seine Hautverträglichkeit durch zahlreiche Gutachten belegt. Es ist umfassend wirksam gegen Bakterien, Hefepilze und behüllte Viren. Natürlich ist das Vorzeigeprodukt von Hartmann bei der VAH gelistet und darüber hinaus auch für die chirurgische Händedesinfektion geeignet. Seine besondere Formel ist rückfettend und erhöht bei wiederholter Anwendung die Hautfeuchtigkeit. Je nach Einsatzgebiet und Erreger liegt die Einwirkzeit zwischen 15 Sekunden und 5 Minuten. Über die richtige Dosierung informiert der Hersteller in der Produktbeilage. 


Das classic pure ist die parfüm- und farbstofffreie Produktvariante des Sterilium und gehört zur Nummer 1 der Händedesinfektionsmittel im Klinikbereich. Besonders bei empfindlicher Haut sollte auf dieses Mittel zurückgegriffen werden. Es ist ebenso wie der Klassiker umfassend wirksam gegen Bakterien, Hefepilze und behüllte Viren. Je nach Einsatzgebiet und Erreger liegt die Einwirkzeit zwischen 15 Sekunden und 5 Minuten. Über die richtige Dosierung informiert der Hersteller in der Produktbeilage. 

Auch unter einer Langzeitanwendung ist es sehr verträglich für die Haut, wie eine randomisierte Studie ergeben hat. Unter praxisnahen Bedingungen wurde festgestellt, dass sich bereits nach wenigen Tagen Anwendung die Hautfeuchte deutlich erhöht. 

Mit dem Sterilium med erhält der Anwender ein Desinfektionsmittel für die Hände auf Ethanol Basis und mit einem bewährten Hautpflegekomplex. Dazu ist das Desinfektionsmittel wirksam gegen Noroviren und bietet ein sehr breites Wirkungsspektrum. Auch dieses Produkt ist parfüm- und farbstofffrei und bietet eine sehr gute Hautverträglichkeit mit hervorragender Sofortwirkung. Es eignet sich für die hygienische und chirurgische Händedesinfektion und wird in allen Bereichen eingesetzt, bei denen ein Wirkungsspektrum gefordert wird. Die Einwirkzeit beträgt je nach Bereich und Erreger zwischen 15 Sekunden und 2 Minuten. 

Für spezielle Arbeitsbereiche ist das Sterilium Virugard geeignet. Es ist für alle Risikobereich geeignet und besonders wirksam gegen behüllte und unbehüllte Viren sowie bei Noroviren. Auf Ethanol Basis und eine hautverträgliche Alternative zu chlorhaltigen und phosphorsäurehaltigen Produkten, da farbstoff- und parfümfrei. Das Produkt eignet sich sowohl zur hygienischen als auch zur chirurgischen Händedesinfektion. 

Das Sterilium Virugard ist das einzige alkoholische Präparat ohne Phosphorsäure das gegen Noroviren eingesetzt werden darf. Seine Wirksamkeit wurde in zahlreichen klinischen Erfahrungsberichten dokumentiert. Außerdem haben unabhängige Gutachten die Wirksamkeit von Sterilium med gegenüber dem Adenovirus und dem Murine norovirus nachgewiesen. 

Alle Produkte von Hartmann unter dem Markennamen Sterilium bieten eine Sofortwirkung sowie eine zuverlässige Langzeitwirkung von bis zu 6 Stunden. Als gebrauchsfertige Lösung zur hygienischen und chirurgischen Händedesinfektion können sie in allen hygienerelevanten Bereichen des Gesundheitswesens, der Industrie und bei der Heimdialyse eingesetzt werden. 

Im Jahr 2016 wurden die Produkte von Sterilium mit dem Siegel der „Marken des Jahrhunderts“ ausgezeichnet. Heute gehört Sterilium in mehr als 50 Ländern zum täglichen Begleiter für Ärzte und Pflegekräfte. Desinfizierte Hände können Leben retten und daher unterstütz das Unternehmen auch zahlreiche Händehygiene Programme. Dazu gehört auch die oben beschriebene „Aktion saubere Hände“.

 

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