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Peha Soft nitril fino, Nitrilhandschuh, blau, Untersuchungshandschuh, latexfrei
Peha-soft® nitrile fino powderfree
Inhalt 150 Stück (0,07 € * / 1 Stück)
10,39 € *

Nitrilhandschuhe

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Nitrilhandschuhe sind wichtiger Bestandteil der persönlichen Schutzausrüstung, auch kurz PSA genannt. Aber nicht nur im beruflichen Umfeld ist ihr Einsatz gegeben. Auch im privaten Umfeld können Nitrilhandschuhe sinnvoll sein und die empfindliche Haut vor Verletzungen, Hautirritationen oder Allergien schützen.

Nitril ist ein gummiartiges Material, das chemisch sehr beständig ist und in vielfachen Schutzhandschuhen vorkommt. Es besteht aus einem Salz der Blausäure und gehört zu dem am häufigsten verwendeten Material für die Herstellung der Einmalhandschuhe. Aber auch als Schutzfilm auf weichen Strickhandschuhen, zum Beispiel auf der Grifffläche, eignet sich das belastbare Nitril.
Einmalhandschuhe werden oftmals auch in der Gesellschaft als Latexhandschuhe bezeichnet. Das ist allerdings heute nicht mehr ganz richtig. Ein Einmalhandschuh kann sowohl aus Latex als auch aus Nitril bestehen. Dabei setzt sich Nitril aus verschiedenen positiven Aspekten heraus, immer mehr beim Verbraucher durch.

Was ist der Unterschied zu Latexhandschuhen?

Nitrilhandschuhe sind grundsätzlich latexfrei, was für Allergiker besonders wichtig ist. Während Latex-Handschuhe eine sehr gute Beständigkeit gegen zahlreiche Säuren und Laugen aufweisen, sind sie leider durchlässig für Öle und viele Lösungsmittel. Der Vorteil bei Nitrilhandschuhen liegt neben ihrer sehr guten Verträglichkeit und einem niedrigen Allergierisiko bei der sehr hohen Beständigkeit gegen Öle und viele Chemikalien. Vor Lösungsmitteln machen allerdings auch die Nitrilhandschuhe schlapp.

Latexhandschuhe können auf Grund ihres Proteingehaltes bei manchen Menschen Allergien auslösen. Wegen der Eiweiße aus dem milchigen Saft des Naturkautschuks, aus dem werden Latexhandschuhe hergestellt, können bestimmte Personen mit Hautirritationen reagieren. Bei den Nitrilhandschuhen sind keine gesundheitlichen Bedenken bekannt.
Beide Schutzhandschuhe bieten einen sehr hohen Tragekomfort und verhindern auch bei längerem Tragen den Wärmestau im inneren des Handschuhs durch eine optimale Wärmeableitung. Die Passform beider Arbeitsschutzhandschuhe ist ebenfalls als optimal beschrieben. Sie können für alle Arbeiten verwendet werden, bei denen ein sehr gutes Tastempfinden wichtig ist. Beide Materialien überzeugen zudem durch eine hohe Elastizität. Der Nitrilhandschuh siegt aber ganz klar bei den Punkten Reißfestigkeit, Abriebfestigkeit und Durchstich-Festigkeit. Beide Handschuhe wiederum liegen beim letzten Punkt, der Fettbeständigkeit, gleichauf.
Wer mit Chemikalien und Viren arbeitet, muss auf Nitrilhandschuhe setzen. Natürlich hängt hier die Dichtigkeit auch von der Materialstärke und dem ALQ, dem akzeptierten Qualitätslevel, ab.
Während Latex ein Naturprodukt ist, wird Nitril synthetisch hergestellt und besteht zum größten Teil aus Erdöl.

Die Einsatzorte ( Haushalt, Tätowierer, Reinigungspersonal, Werkstatt …)

Ein Oberarm wird gerade tattooviert, der Tattoovierer hat Nitrilhandschuhe an

1. Im Lebensmittelbereich müssen auf Grund der gesetzlichen Vorgaben durch die Europäische Union im Umgang mit Lebensmitteln auf vorbestimmte Arbeitsschutzhandschuhe zurückgegriffen werden. Hier entscheidet vor allem das erlaubte Material über die Auswahl der Schutzhandschuhe. Nitrilhandschuhe sind lebensmitteltauglich, lebensmittelecht und können eingesetzt werden für:

  • Flüssige Lebensmittel wie Milch, Eier, Honig, Zuckersirup und Lebensmitteln mit einem PH-Wert über 4,5.
  • Säurehaltige Lebensmittel wie Gemüse, halbverarbeitetes Obst und alle Lebensmitteln, deren PH-Wert unter 4,5 liegt.
  • Alkoholhaltige Getränke wie Bier, Wein und alle Getränke bis zu einem Alkoholgehalt von 10%.
  • Fleisch, Fett, Öl und mittelfette Lebensmittel.
  • Butter, Margarine, Käse, Mayonnaise
  • Fisch
  • Schokolade, Torten und Gebäck

 

Eine Frau und ein Mann stehen an einem Produktionsband

Zur Lebensmittelindustrie gehören aber auch die Gastronomie, die Hotellerie und die Großküchen. Auch hier hat der Gesetzgeber, bzw. die Europäische Union, klare Normen für die erlaubten Handschuhe festgelegt. Nitrilhandschuhe sind grundsätzlich puderfrei und damit in der Gastronomie erlaubt. Generell sind alle bepuderten Einmalhandschuhe und Arbeitsschutzhandschuhe in der Gastronomie verboten, da der Puder bei der Zubereitung von Speisen in das Essen gelangen könnte.

Auch Latexhandschuhe und Vinylhandschuhe sind in der Küche verboten. Vinyl-Handschuhe enthalten Weichmacher, die fett- und öllöslich sind und auf Lebensmittel gelangen könnten. Latexhandschuhe enthalten Eiweiße, die ebenfalls auf Lebensmittel gelangen könnten und als gesundheitsbedenklich gelten.

Tätigkeiten, bei denen Nitrilhandschuhe eingesetzt werden:

  • Beim Geschirrspülen oder dem Waschen von Lebensmitteln, -also immer wenn die Hände länger Wasser ausgesetzt sind.
  • Bei direktem Kontakt zu Inneren oder Blut von Fischen
  • Bei der Zubereitung von Obst und Gemüse
  • Bei kleinen Verletzungen oder Schnittwunden muss der Anwender Handschuhe tragen
  • Bei bestehender Lebensmittelallergie oder einer bestehenden Hauterkrankung

 

Im medizinischen Bereich sind Nitrilhandschuhe besonders bei Krankenhäusern, Pflegeheimen und Arztpraxen im Einsatz. Durch das hervorragende Tastempfinden ermöglichen sie zum Beispiel beim Blutabnehmen ein einwandfreies Handhaben von Spritzen und Kanülen. Und gleichzeitig schützen sie vor Blut, Sekreten und Krankheitserregern. Auch in Suchtberatungsstellen, bei den Veterinärmedizinern und der häuslichen Pflege sowie alle Arten von Ambulanzen greifen die meisten Anwender auf Nitrilhandschuhe zurück. Mitarbeiter in den oben genannten Bereichen werden besonders auf Grund der hohen Undurchlässigkeit von Viren sicher und nachhaltig geschützt.

Frau in Nitrilhandschuhen, Mundschuhtz und Schutzbrille am pipettieren

Tätigkeiten, bei denen Nitrilhandschuhe eingesetzt werden:

  • Bei der Blutentnahme
  • Beim Wechsel von Verbänden
  • Im Labor
  • Beim Umgang mit infektiösen oder/ und ansteckenden Patienten
  • Zur Infektionsprophylaxe
  • Bei Untersuchungen
  • Bei der Gabe von Injektionen
  • Bei endoskopischen Eingriffen
  • Bei Reinigungs-und Laborarbeiten
  • Beim Umgang mit Desinfektionsmitteln oder Chemikalien
  • Beim Umgang mit hautgefährdeten Stoffen
  • Bei Körperwaschungen
  • In Quarantänestationen
  • Bei der Versorgung von offenen Wunden

 

Nitril-Untersuchungshandschuhe müssen nach jedem Patientenkontakt gewechselt werden und dürfen nur auf trockenen Händen getragen werden. Durch die gute Elastizität des Handschuhmaterials können die Handschuhe sehr gut an- und ausgezogen werden. Die Nitrilhandschuhe sind puderfrei und unsteril. Es sind auch gepuderte Nitrilhandschuhe im Handel erhältlich, jedoch wird von denen generell abgeraten oder, je nach Bereich, ist ihr Einsatz verboten. Der Puder trocknet die Haut aus und kann unschöne Flecken auf der Kleidung hinterlassen.

Nitrilhandschuhe haben in der Regel einen Rollrand, der den Einmalhandschuh stabilisiert und auch ein Zerreißen beim An- und Ausziehen verhindern soll. Sie sind in verschiedenen Größen erhältlich und bei größeren Mengen zudem in praktischen Spenderboxen verpackt. Außerdem sind sie beidhändig tragbar und einige Modelle bieten eine mikroraue Fingeroberfläche für noch besseres Tastempfinden und Griffigkeit.

Medizinische Nitrilhandschuhe müssen nach der DIN EN 455 geprüft sein. Diese Norm prüft die Produkte nach den Anforderungen der Medizinproduktrichtlinie. Sie teilt sich in drei Teile auf und bezieht sich vor allem auf die stichprobenartige Dichtheitsprüfung. Als Ergebnis muss ein AQL –Wert von 1,5 herauskommen, damit die Nitrilhandschuhe die Prüfung bestehen. Dieser Wert bedeutet, dass bei 200 Handschuhen maximal 7 die sogenannte Wasserhalteprüfung nicht bestanden haben.

Weiterhin müssen die zertifizierten Nitrilhandschuhe dann die folgenden physikalischen Eigenschaften aufweisen:

  • Bei Operationshandschuhen muss die Größe 5 bis 9,5 vorliegen und damit eine Größe aufweisen von 250 mm bis 280 mm.
  • Bei Untersuchungshandschuhen mit Naht muss die Größe mindestens 270 mm betragen.
  • Bei nahtlosen Untersuchungshandschuhen muss die Größe mindestens 240 mm betragen.

 

Bestehen die Handschuhe dann noch die Prüfung der Reißfestigkeit, dann dürfen sie die CE-Kennzeichnung nach CAT I tragen.

Wie oben schon erwähnt, fallen Nitrilhandschuhe in vielen Bereichen unter die Regelungen zur persönlichen Schutzausrüstung. Die PSA-Richtlinie 889/686/EWG bezieht sich dabei nicht nur auf das Gesamtspektrum der Berufs- und Arbeitsschutzbekleidung, sondern auch auf Atemschutz, Schutzbrillen, Atemschutz, Absturzsicherungen, Schnittschutzhosen, Schutzhelme und eben Schutzhandschuhe.

Innerhalb der PSA Richtlinie können die unterschiedlichen Produkte in drei Kategorien eingeteilt werden:

Die CAT 1 ist für Schutzkleidung, die bei minimalen Risiken zum Einsatz kommen. Dazu gehören zum Beispiel Gartenarbeiten, die Handhabung von Gegenständen bis 50 Grad sowie mit verdünnter Reinigungslösung und auch herkömmliche Arbeiten im Haushalt. Sie bieten in Hinblick auf ihre mechanische Beständigkeit einen sicheren Schutz gegen diese niedrigen Risiken.

Die CAT 2 ist die Schutzkleidung, die für mittlere Risiken geeignet ist. Damit sind zum Beispiel Stöße, Schnitte und Stiche gemeint. Ihre Eigenschaften wurden durch ein unabhängiges und anerkanntes Labor geprüft und zertifiziert. Sie müssen überdies eine hohe Abriebfestigkeit haben.

In der CAT 3 ist Schutzkleidung gelistet, die für hohe Risikengeeignet ist. Damit gemeint sind zum Beispiel Säuren, Laugen, Feuer und große Hitze. In der Norm bedeutet dies, dass die Handschuhe einen Schutz vor bleibenden und lebensgefährlichen Schäden bieten. Auch diese Prüfung erfolgt in einem unabhängigen Labor.

Die Norm sagt aber auch, dass Arbeitsschutzhandschuhe der CAT 2 und CAT 3 vor Gebrauch immer von seinem Anwender auf mögliche Schäden oder Undichtigkeiten kontrolliert werden müssen.

Tragen die Nitrilschutzhandschuhe eine dieser CE CAT Kennzeichnungen, dann kann der Anwender davon ausgehen, dass sie von ihrer Konstruktion, dem Material und der Verarbeitung den getesteten Sicherheitsanforderungen entspricht und darüber hinaus auch den noch höheren europäischen Standards und Rechtsvorschriften.

Im Tattoo Studio werden ebenfalls aus hygienischen Gründen Nitrilhandschuhe getragen. Viele Besitzer und Träger in Tattoo- oder Piercingstudios wählen die Farbe Schwarz für die Schutzhandschuhe. Auch hier müssen die Anwender aber auf geprüfte CE Qualität achten. Die praktischen Handschuhe passen übrigens für beide Hände, links und rechts. Sie sind Protein –und reizstoffarm und bieten eine sehr gute Hautverträglichkeit.

ein Mann wird rasiert, dabei werden Nitrilhandschuhen getragen

Aber auch Friseure und Kosmetiker nutzen gerne die latexfreien Alternativen. Sie sind ideal zum Einsatz mit Farbe, Blondierung und Haarkur. Und natürlich schützen sie die Träger und Trägerinnen vor Krankheitserregern, Kontaktallergien und Keimen. Selbstverständlich sind sie auch hier beständig gegen viele Chemikalien und Lösungen. Da inzwischen auch im Bereich der Einmalhandschuhe der Trend zu mehr Farbe geht, sind viele Modelle in verschiedenen Farben erhältlich und können sogar in der Logofarbe oder einer besonders auffallenden Farbe bestellt werden.

Beim Heimwerken, dem Modellbau, der Montage, in der Mechanik und so weiter...
Es gibt noch viele Bereiche und Berufe, in denen der Nitrilhandschuh Einsatz findet. Er ist in vielen Farben, Materialstärken und Varianten im Handel erhältlich. Beim Kauf sollte aber immer auf die CE Kennzeichnung, das Norm Siegel sowie den AQL Hinweis geachtet werden.

Schütz die Haut vor (Kohlenwasserstoffen wie Benzin, Diesel, Ölen oder Fetten)

Einmalhandschuhe aus Nitril zeichnen sich durch eine hohe mechanische Belastbarkeit aus. Sie schützen im beruflichen oder alltäglichen Alltag vor zahlreichen Stoffen und in vielerlei Situationen.

Nitrilhandschuhe schützen die Haut vor: (Auszug aus den Stoffen, gegen die ein bestimmter Schutz durch das Tragen von Nitrilhandschuhen gegeben ist. Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Alle Angaben ohne Gewähr)

  • Keime, Bakterien und Viren
  • Körperflüssigkeiten
  • Benzin und Diesel
  • Öle und Fette
  • Ammoniak 2% (Durchdringungszeit bei ca. 1 Minute)
  • Chloroform (Durchdringungszeit bei ca. 1 Minute)
  • Ehtylacetat
  • Salzsäure 37% (Durchdringungszeit bei ca. 64 Sekunden)
  • Butanol (eher als Spritzschutz bei Einmalhandschuhen zu sehen)
  • Epoxidharz (eher als Spritzschutz bei Einmalhandschuhen zu sehen)
  • Formaldehyd 20% (eher als Spritzschutz bei Einmalhandschuhen zu sehen)
  • Methanol (Durchbruchzeit bei 90 Sekunden)

 

Desinfektionsmittel

  • Antiseptika für die Flächendesinfektion von 0,5%, über 1% bis zur konzentrierten Lösung
  • Antiseptika für die Instrumentendesinfektion von 2%, über 4% bis zur konzentrierten Lösung
  • Sagrotan mit 1 und 2% Konzentration
  • Ultrasol F-Lsg mit 1%, 2% und 5% sowie in konzentrierter Lösung
  • Sekusept Extra-Lsg konz., N-Lsg 2%, 3%, 5% sowie Sekusept Extra N als konzentrierte Lösung
  • Minutil mit 1%, 2%, 6% und in konzentrierter Lösung
  • Incidin Extra-Lsg mit 2%, 3% und in konzentrierter Lösung
  • Buraton 10 F-Lsg mit 0,25%, 0,5%, 1%, 3% und in konzentrierter Lösung
  • Barrycidal 2%, B-36 Doppelkonzentrat und in konzentrierter Lösung

Peha-Soft-Nitril Fino (https://www.horn-medical.com/medizinbedarf/praxisbedarf/psa/handschuhe/nitrilhandschuhe/115/peha-soft-nitrile-fino-powderfree?c=42):

Beschreibung

Die puderfreien Nitrilhandschuhe von Peha-soft sind ein idealer Einmalhandschuh in allen Bereichen, wo die Haut geschützt werden muss.

Die Peha-soft nitrile fino sind puderfrei und unsteril. Die Nitrilhandschuhe aus dem Hause Hartmann verfügen über einen Rollrand, der dem Handschuh mehr Stabilität verleiht und vor dem Zerreißen schützt. Besonders für Allergiker ist dieser Einmalhandschuh geeignet, da er frei von Latex ist und keine bekannten Gesundheitsrisiken aufweist.
Die Innenbeschichtung sorgt für leichtes An- und Ausziehen des Handschuhs. Sein texturierter Fingerbereich gibt eine optimale Griffigkeit. Wie alle Nitrilhandschuhe ist auch dieser hochelastisch, besonders reißfest, bietet eine hervorragende Passform und ein ausgezeichnetes Tastempfinden. Der Einmalhandschuh ist unsteril und kann von beiden Seiten getragen werden.
Der Nitrilhandschuh von Hartmann ist nach der PSA EN 374 zertifiziert und entspricht den CAT 1 und CAT 2.

Verpackung von Nitrilhandschuhe von Hartmann, Daumen hoch ist abgebildet

Farbe

  • Lila eingefärbt


Handschuhgrößen

  • Erhältlich in den Größen XS, S, M, L und XL


Packungsgröße

  • Der Nitrilhandschuh Peha-soft ist in Packungsgrößen von 1500 Stück erhältlich. In jeder Spenderbox befinden sich 150 Einmalhandschuhe.


Besonderheiten

  • Puderfrei
  • Ohne Latex
  • Für Lebensmittel zugelassen
  • Zertifiziert als persönliche Schutzausrüstung nach EN 374
  • AQL von 1,5
  • Unsteril
  • Mit Innenbeschichtung

Warum werden im Umgang mit Lebensmittel Nitrilhandschuhe empfohlen?


Beim Umgang mit Lebensmittel hat Nitril einen klaren Vorteil gegenüber Latex- und Vinyl Handschuhen und dieser liegt besonders im Umgang mit Fruchtsäuren sowie Reinigungs- und Desinfektionsmitteln. Die Nitrilhandschuhe sind gegenüber diesen Stoffen besonders wiederstandfähig. Sie sind als lebensmitelecht ausgewiesen, was bedeutet, dass sie keinerlei Geruchs- oder geschmacklichen Wirkungen auf Lebensmittel haben. Ihre Zusammensetzung ist gesundheitlich unbedenklich. Bei Latexhandschuhen ist das Allergierisiko vorhanden und in den letzten Jahren sind die Zahlen von Erkrankten bzw. Allergikern deutlich gestiegen.

Was bedeuten die Handschuhgrößen 6 bis 11?

Für die Größenangaben von Handschuhen gibt es keine festen Regelungen. Oftmals wird S, M, L und XL verwendet. Aber auch die Zahlenreihe von 6 bis 11 ist sehr weit verbreitet. Um zu wissen, welche Größe ein Anwender hat, muss die Hand wie folgt ausgemessen werden:

Umfang der Hand messen. Dazu ca. 2 cm oberhalb der Beuge zwischen Daumen und Zeigefinger messen.
Länge der Hand messen. Dazu den Abstand zwischen der Linie am Handgelenkt und der Spitze des Mittelfingers messen.
Rechtshänder messen ihre rechte Hand. Linkshänder messen entsprechend die linke Hand.

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über die richtige Handschuhgröße:

HandschuhgrößeHandumfangHandlängeMindestlänge des Handschuhs
6 152 mm 160 mm 220 mm
7 178 mm 171 mm 230 mm
8 203 mm 182 mm 240 mm
9 229 mm 192 mm 250 mm
10 254 mm 204 mm 260 mm
11 279 mm 215 mm 270 mm

Warum sollte man beim Tragen von Einmalhandschuhen textile Unterziehhandschuhe tragen?
Jedes Material kann eine Allergie beim Träger auslösen. Jeder Schutzhandschuh kann Materialien enthalten, die eine Hautirritation oder eine Allergie auslösen kann. Daher wird das Tragen von textilen Unterziehhandschuhen empfohlen. Sie schützen auch vor einer starken Schweißbildung und der Hautaufweichung bei längerem Tragen.

Was ist eine Stulpe beim Schutzhandschuh?

Die Stulpe am Schutzhandschuh bedenkt das Handgelenk und kann auch den Unterarm abdecken. Sie dient zum zusätzlichen Schutz der Haut vor Spritzern.

Wozu dient der Rollsaum am Arbeitsschutzhandschuh?

Der Rollrand gibt dem Schutzhandschuh zusätzliche Stabilität und erleichtert das An- und Ausziehen. Außerdem schützt der Rollrand vor dem Zerreißen des Schutzhandschuhs.

Warum sollte man puderfreie Nitrilhandschuhe kaufen?

Je nach Einsatzzweck kann es sein, dass gepuderte Arbeitsschutzhandschuhe vom Gesetzgeber verboten sind. Außerdem kann der Puder auf die bearbeiteten Werkstücke, auf Patienten, auf Lebensmittel etc. übertragen werden. Es macht aber oftmals auch unschöne Flecken auf der Kleidung.

Kann ich Nitrilhandschuhe auch bei Minustemperaturen verwenden?

Nitrilhandschuhe sind geeignet für den Einsatz im Temperaturbereich von -4 Grad Celsius bis + 150 Grad Celsius.

Wie kann ich meine Hände nach dem Tragen von Arbeitsschutzhandschuhen pflegen?

Auch wenn in den Nitrilhandschuhen das Risiko für einen Wärmestau sehr niedrig ist, so kann es nach längerem Tragen zu einem Schwitzgefühl oder einem Wärmestau kommen. Es lässt sich nicht ganz vermeiden, dass die Hände durch die eigene Körperwärme und den eng anliegenden Einmalhandschuh anfangen zu schwitzen.

Daher ist es wichtig, die Hände nach dem Tragen von Einmalhandschuhen richtig zu pflegen. Da die Haut meist weich ist und trocken, empfiehlt sich eine pflegende Creme auf Öl-in-Wasser-Basis zu verwenden. Sie zieht besonders schnell in die Haut ein und unterstütz die natürliche Regeneration der Haut.

Warum benutzen Tätowierer oft schwarze Einmalhandschuhe?

Die Antwort auf diese Frage ist recht simpel: Da beim Tätowieren und Piercen es auch mal zu Blutungen kommen kann, werden in Tattoo Studios gerne Einmalhandschuhe in Schwarz verwendet. Blut sieht man auf den weißen Schutzhandschuhen sofort und könnte den einen oder anderen Besucher auch abschrecken. Daher werden in diesen Studios oftmals auf schwarze oder dunkelfarbige Schutzhandschuhe zurückgegriffen. In der Funktionalität besteht aber kein Unterschied. Lediglich die Farbe ist verändert.

Kann ich Nitrilhandschuhe auch bei einer vorhandenen Wunde tragen?

Ja, das geht mit Nitrilhandschuhen sogar deutlich besser als mit Latexhandschuhen. Der Grund dafür ist, dass Nitrilhandschuhe die Haut nicht zusätzlich reizen und sehr hautfreundlich sind. Es ist also kein Problem auch mit einer kleinen Hautverletzung oder einer vorhandenen kleinen Wunde Nitrilhandschuhe zu tragen.

Diesen Part kann man gut unten auf der Seite einbinden, eine gute Verlinkung nach außen.

Weitere Informationen erhalten Sie:

zur persönlichen Schutzausrüstung PSA und dem Thema Arbeitsschutz:
https://www.bfga.de/arbeitsschutz-lexikon-von-a-bis-z/fachbegriffe-j-r/psa-fachbegriff/

zum Thema Acceptable Quality Level AQL für Schutzhandschuhe:
http://www.bode-science-center.de/center/glossar/acceptable-quality-level-aql.html

zum Material Nitril Kautschuk:
http://www.chemie.de/lexikon/Nitrilkautschuk.html

zu Arbeitsschutzhandschuhen allgemein:
http://www.mit-heiler-haut.de/fileadmin/mit-heiler-haut.de/4_Hautschutz/Schutzhandschuhe_PPT.pdf

Nitrilhandschuhe sind wichtiger Bestandteil der persönlichen Schutzausrüstung, auch kurz PSA genannt. Aber nicht nur im beruflichen Umfeld ist ihr Einsatz gegeben. Auch im privaten Umfeld... mehr erfahren »
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Nitrilhandschuhe

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Nitrilhandschuhe sind wichtiger Bestandteil der persönlichen Schutzausrüstung, auch kurz PSA genannt. Aber nicht nur im beruflichen Umfeld ist ihr Einsatz gegeben. Auch im privaten Umfeld können Nitrilhandschuhe sinnvoll sein und die empfindliche Haut vor Verletzungen, Hautirritationen oder Allergien schützen.

Nitril ist ein gummiartiges Material, das chemisch sehr beständig ist und in vielfachen Schutzhandschuhen vorkommt. Es besteht aus einem Salz der Blausäure und gehört zu dem am häufigsten verwendeten Material für die Herstellung der Einmalhandschuhe. Aber auch als Schutzfilm auf weichen Strickhandschuhen, zum Beispiel auf der Grifffläche, eignet sich das belastbare Nitril.
Einmalhandschuhe werden oftmals auch in der Gesellschaft als Latexhandschuhe bezeichnet. Das ist allerdings heute nicht mehr ganz richtig. Ein Einmalhandschuh kann sowohl aus Latex als auch aus Nitril bestehen. Dabei setzt sich Nitril aus verschiedenen positiven Aspekten heraus, immer mehr beim Verbraucher durch.

Was ist der Unterschied zu Latexhandschuhen?

Nitrilhandschuhe sind grundsätzlich latexfrei, was für Allergiker besonders wichtig ist. Während Latex-Handschuhe eine sehr gute Beständigkeit gegen zahlreiche Säuren und Laugen aufweisen, sind sie leider durchlässig für Öle und viele Lösungsmittel. Der Vorteil bei Nitrilhandschuhen liegt neben ihrer sehr guten Verträglichkeit und einem niedrigen Allergierisiko bei der sehr hohen Beständigkeit gegen Öle und viele Chemikalien. Vor Lösungsmitteln machen allerdings auch die Nitrilhandschuhe schlapp.

Latexhandschuhe können auf Grund ihres Proteingehaltes bei manchen Menschen Allergien auslösen. Wegen der Eiweiße aus dem milchigen Saft des Naturkautschuks, aus dem werden Latexhandschuhe hergestellt, können bestimmte Personen mit Hautirritationen reagieren. Bei den Nitrilhandschuhen sind keine gesundheitlichen Bedenken bekannt.
Beide Schutzhandschuhe bieten einen sehr hohen Tragekomfort und verhindern auch bei längerem Tragen den Wärmestau im inneren des Handschuhs durch eine optimale Wärmeableitung. Die Passform beider Arbeitsschutzhandschuhe ist ebenfalls als optimal beschrieben. Sie können für alle Arbeiten verwendet werden, bei denen ein sehr gutes Tastempfinden wichtig ist. Beide Materialien überzeugen zudem durch eine hohe Elastizität. Der Nitrilhandschuh siegt aber ganz klar bei den Punkten Reißfestigkeit, Abriebfestigkeit und Durchstich-Festigkeit. Beide Handschuhe wiederum liegen beim letzten Punkt, der Fettbeständigkeit, gleichauf.
Wer mit Chemikalien und Viren arbeitet, muss auf Nitrilhandschuhe setzen. Natürlich hängt hier die Dichtigkeit auch von der Materialstärke und dem ALQ, dem akzeptierten Qualitätslevel, ab.
Während Latex ein Naturprodukt ist, wird Nitril synthetisch hergestellt und besteht zum größten Teil aus Erdöl.

Die Einsatzorte ( Haushalt, Tätowierer, Reinigungspersonal, Werkstatt …)

Ein Oberarm wird gerade tattooviert, der Tattoovierer hat Nitrilhandschuhe an

1. Im Lebensmittelbereich müssen auf Grund der gesetzlichen Vorgaben durch die Europäische Union im Umgang mit Lebensmitteln auf vorbestimmte Arbeitsschutzhandschuhe zurückgegriffen werden. Hier entscheidet vor allem das erlaubte Material über die Auswahl der Schutzhandschuhe. Nitrilhandschuhe sind lebensmitteltauglich, lebensmittelecht und können eingesetzt werden für:

  • Flüssige Lebensmittel wie Milch, Eier, Honig, Zuckersirup und Lebensmitteln mit einem PH-Wert über 4,5.
  • Säurehaltige Lebensmittel wie Gemüse, halbverarbeitetes Obst und alle Lebensmitteln, deren PH-Wert unter 4,5 liegt.
  • Alkoholhaltige Getränke wie Bier, Wein und alle Getränke bis zu einem Alkoholgehalt von 10%.
  • Fleisch, Fett, Öl und mittelfette Lebensmittel.
  • Butter, Margarine, Käse, Mayonnaise
  • Fisch
  • Schokolade, Torten und Gebäck

 

Eine Frau und ein Mann stehen an einem Produktionsband

Zur Lebensmittelindustrie gehören aber auch die Gastronomie, die Hotellerie und die Großküchen. Auch hier hat der Gesetzgeber, bzw. die Europäische Union, klare Normen für die erlaubten Handschuhe festgelegt. Nitrilhandschuhe sind grundsätzlich puderfrei und damit in der Gastronomie erlaubt. Generell sind alle bepuderten Einmalhandschuhe und Arbeitsschutzhandschuhe in der Gastronomie verboten, da der Puder bei der Zubereitung von Speisen in das Essen gelangen könnte.

Auch Latexhandschuhe und Vinylhandschuhe sind in der Küche verboten. Vinyl-Handschuhe enthalten Weichmacher, die fett- und öllöslich sind und auf Lebensmittel gelangen könnten. Latexhandschuhe enthalten Eiweiße, die ebenfalls auf Lebensmittel gelangen könnten und als gesundheitsbedenklich gelten.

Tätigkeiten, bei denen Nitrilhandschuhe eingesetzt werden:

  • Beim Geschirrspülen oder dem Waschen von Lebensmitteln, -also immer wenn die Hände länger Wasser ausgesetzt sind.
  • Bei direktem Kontakt zu Inneren oder Blut von Fischen
  • Bei der Zubereitung von Obst und Gemüse
  • Bei kleinen Verletzungen oder Schnittwunden muss der Anwender Handschuhe tragen
  • Bei bestehender Lebensmittelallergie oder einer bestehenden Hauterkrankung

 

Im medizinischen Bereich sind Nitrilhandschuhe besonders bei Krankenhäusern, Pflegeheimen und Arztpraxen im Einsatz. Durch das hervorragende Tastempfinden ermöglichen sie zum Beispiel beim Blutabnehmen ein einwandfreies Handhaben von Spritzen und Kanülen. Und gleichzeitig schützen sie vor Blut, Sekreten und Krankheitserregern. Auch in Suchtberatungsstellen, bei den Veterinärmedizinern und der häuslichen Pflege sowie alle Arten von Ambulanzen greifen die meisten Anwender auf Nitrilhandschuhe zurück. Mitarbeiter in den oben genannten Bereichen werden besonders auf Grund der hohen Undurchlässigkeit von Viren sicher und nachhaltig geschützt.

Frau in Nitrilhandschuhen, Mundschuhtz und Schutzbrille am pipettieren

Tätigkeiten, bei denen Nitrilhandschuhe eingesetzt werden:

  • Bei der Blutentnahme
  • Beim Wechsel von Verbänden
  • Im Labor
  • Beim Umgang mit infektiösen oder/ und ansteckenden Patienten
  • Zur Infektionsprophylaxe
  • Bei Untersuchungen
  • Bei der Gabe von Injektionen
  • Bei endoskopischen Eingriffen
  • Bei Reinigungs-und Laborarbeiten
  • Beim Umgang mit Desinfektionsmitteln oder Chemikalien
  • Beim Umgang mit hautgefährdeten Stoffen
  • Bei Körperwaschungen
  • In Quarantänestationen
  • Bei der Versorgung von offenen Wunden

 

Nitril-Untersuchungshandschuhe müssen nach jedem Patientenkontakt gewechselt werden und dürfen nur auf trockenen Händen getragen werden. Durch die gute Elastizität des Handschuhmaterials können die Handschuhe sehr gut an- und ausgezogen werden. Die Nitrilhandschuhe sind puderfrei und unsteril. Es sind auch gepuderte Nitrilhandschuhe im Handel erhältlich, jedoch wird von denen generell abgeraten oder, je nach Bereich, ist ihr Einsatz verboten. Der Puder trocknet die Haut aus und kann unschöne Flecken auf der Kleidung hinterlassen.

Nitrilhandschuhe haben in der Regel einen Rollrand, der den Einmalhandschuh stabilisiert und auch ein Zerreißen beim An- und Ausziehen verhindern soll. Sie sind in verschiedenen Größen erhältlich und bei größeren Mengen zudem in praktischen Spenderboxen verpackt. Außerdem sind sie beidhändig tragbar und einige Modelle bieten eine mikroraue Fingeroberfläche für noch besseres Tastempfinden und Griffigkeit.

Medizinische Nitrilhandschuhe müssen nach der DIN EN 455 geprüft sein. Diese Norm prüft die Produkte nach den Anforderungen der Medizinproduktrichtlinie. Sie teilt sich in drei Teile auf und bezieht sich vor allem auf die stichprobenartige Dichtheitsprüfung. Als Ergebnis muss ein AQL –Wert von 1,5 herauskommen, damit die Nitrilhandschuhe die Prüfung bestehen. Dieser Wert bedeutet, dass bei 200 Handschuhen maximal 7 die sogenannte Wasserhalteprüfung nicht bestanden haben.

Weiterhin müssen die zertifizierten Nitrilhandschuhe dann die folgenden physikalischen Eigenschaften aufweisen:

  • Bei Operationshandschuhen muss die Größe 5 bis 9,5 vorliegen und damit eine Größe aufweisen von 250 mm bis 280 mm.
  • Bei Untersuchungshandschuhen mit Naht muss die Größe mindestens 270 mm betragen.
  • Bei nahtlosen Untersuchungshandschuhen muss die Größe mindestens 240 mm betragen.

 

Bestehen die Handschuhe dann noch die Prüfung der Reißfestigkeit, dann dürfen sie die CE-Kennzeichnung nach CAT I tragen.

Wie oben schon erwähnt, fallen Nitrilhandschuhe in vielen Bereichen unter die Regelungen zur persönlichen Schutzausrüstung. Die PSA-Richtlinie 889/686/EWG bezieht sich dabei nicht nur auf das Gesamtspektrum der Berufs- und Arbeitsschutzbekleidung, sondern auch auf Atemschutz, Schutzbrillen, Atemschutz, Absturzsicherungen, Schnittschutzhosen, Schutzhelme und eben Schutzhandschuhe.

Innerhalb der PSA Richtlinie können die unterschiedlichen Produkte in drei Kategorien eingeteilt werden:

Die CAT 1 ist für Schutzkleidung, die bei minimalen Risiken zum Einsatz kommen. Dazu gehören zum Beispiel Gartenarbeiten, die Handhabung von Gegenständen bis 50 Grad sowie mit verdünnter Reinigungslösung und auch herkömmliche Arbeiten im Haushalt. Sie bieten in Hinblick auf ihre mechanische Beständigkeit einen sicheren Schutz gegen diese niedrigen Risiken.

Die CAT 2 ist die Schutzkleidung, die für mittlere Risiken geeignet ist. Damit sind zum Beispiel Stöße, Schnitte und Stiche gemeint. Ihre Eigenschaften wurden durch ein unabhängiges und anerkanntes Labor geprüft und zertifiziert. Sie müssen überdies eine hohe Abriebfestigkeit haben.

In der CAT 3 ist Schutzkleidung gelistet, die für hohe Risikengeeignet ist. Damit gemeint sind zum Beispiel Säuren, Laugen, Feuer und große Hitze. In der Norm bedeutet dies, dass die Handschuhe einen Schutz vor bleibenden und lebensgefährlichen Schäden bieten. Auch diese Prüfung erfolgt in einem unabhängigen Labor.

Die Norm sagt aber auch, dass Arbeitsschutzhandschuhe der CAT 2 und CAT 3 vor Gebrauch immer von seinem Anwender auf mögliche Schäden oder Undichtigkeiten kontrolliert werden müssen.

Tragen die Nitrilschutzhandschuhe eine dieser CE CAT Kennzeichnungen, dann kann der Anwender davon ausgehen, dass sie von ihrer Konstruktion, dem Material und der Verarbeitung den getesteten Sicherheitsanforderungen entspricht und darüber hinaus auch den noch höheren europäischen Standards und Rechtsvorschriften.

Im Tattoo Studio werden ebenfalls aus hygienischen Gründen Nitrilhandschuhe getragen. Viele Besitzer und Träger in Tattoo- oder Piercingstudios wählen die Farbe Schwarz für die Schutzhandschuhe. Auch hier müssen die Anwender aber auf geprüfte CE Qualität achten. Die praktischen Handschuhe passen übrigens für beide Hände, links und rechts. Sie sind Protein –und reizstoffarm und bieten eine sehr gute Hautverträglichkeit.

ein Mann wird rasiert, dabei werden Nitrilhandschuhen getragen

Aber auch Friseure und Kosmetiker nutzen gerne die latexfreien Alternativen. Sie sind ideal zum Einsatz mit Farbe, Blondierung und Haarkur. Und natürlich schützen sie die Träger und Trägerinnen vor Krankheitserregern, Kontaktallergien und Keimen. Selbstverständlich sind sie auch hier beständig gegen viele Chemikalien und Lösungen. Da inzwischen auch im Bereich der Einmalhandschuhe der Trend zu mehr Farbe geht, sind viele Modelle in verschiedenen Farben erhältlich und können sogar in der Logofarbe oder einer besonders auffallenden Farbe bestellt werden.

Beim Heimwerken, dem Modellbau, der Montage, in der Mechanik und so weiter...
Es gibt noch viele Bereiche und Berufe, in denen der Nitrilhandschuh Einsatz findet. Er ist in vielen Farben, Materialstärken und Varianten im Handel erhältlich. Beim Kauf sollte aber immer auf die CE Kennzeichnung, das Norm Siegel sowie den AQL Hinweis geachtet werden.

Schütz die Haut vor (Kohlenwasserstoffen wie Benzin, Diesel, Ölen oder Fetten)

Einmalhandschuhe aus Nitril zeichnen sich durch eine hohe mechanische Belastbarkeit aus. Sie schützen im beruflichen oder alltäglichen Alltag vor zahlreichen Stoffen und in vielerlei Situationen.

Nitrilhandschuhe schützen die Haut vor: (Auszug aus den Stoffen, gegen die ein bestimmter Schutz durch das Tragen von Nitrilhandschuhen gegeben ist. Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Alle Angaben ohne Gewähr)

  • Keime, Bakterien und Viren
  • Körperflüssigkeiten
  • Benzin und Diesel
  • Öle und Fette
  • Ammoniak 2% (Durchdringungszeit bei ca. 1 Minute)
  • Chloroform (Durchdringungszeit bei ca. 1 Minute)
  • Ehtylacetat
  • Salzsäure 37% (Durchdringungszeit bei ca. 64 Sekunden)
  • Butanol (eher als Spritzschutz bei Einmalhandschuhen zu sehen)
  • Epoxidharz (eher als Spritzschutz bei Einmalhandschuhen zu sehen)
  • Formaldehyd 20% (eher als Spritzschutz bei Einmalhandschuhen zu sehen)
  • Methanol (Durchbruchzeit bei 90 Sekunden)

 

Desinfektionsmittel

  • Antiseptika für die Flächendesinfektion von 0,5%, über 1% bis zur konzentrierten Lösung
  • Antiseptika für die Instrumentendesinfektion von 2%, über 4% bis zur konzentrierten Lösung
  • Sagrotan mit 1 und 2% Konzentration
  • Ultrasol F-Lsg mit 1%, 2% und 5% sowie in konzentrierter Lösung
  • Sekusept Extra-Lsg konz., N-Lsg 2%, 3%, 5% sowie Sekusept Extra N als konzentrierte Lösung
  • Minutil mit 1%, 2%, 6% und in konzentrierter Lösung
  • Incidin Extra-Lsg mit 2%, 3% und in konzentrierter Lösung
  • Buraton 10 F-Lsg mit 0,25%, 0,5%, 1%, 3% und in konzentrierter Lösung
  • Barrycidal 2%, B-36 Doppelkonzentrat und in konzentrierter Lösung

Peha-Soft-Nitril Fino (https://www.horn-medical.com/medizinbedarf/praxisbedarf/psa/handschuhe/nitrilhandschuhe/115/peha-soft-nitrile-fino-powderfree?c=42):

Beschreibung

Die puderfreien Nitrilhandschuhe von Peha-soft sind ein idealer Einmalhandschuh in allen Bereichen, wo die Haut geschützt werden muss.

Die Peha-soft nitrile fino sind puderfrei und unsteril. Die Nitrilhandschuhe aus dem Hause Hartmann verfügen über einen Rollrand, der dem Handschuh mehr Stabilität verleiht und vor dem Zerreißen schützt. Besonders für Allergiker ist dieser Einmalhandschuh geeignet, da er frei von Latex ist und keine bekannten Gesundheitsrisiken aufweist.
Die Innenbeschichtung sorgt für leichtes An- und Ausziehen des Handschuhs. Sein texturierter Fingerbereich gibt eine optimale Griffigkeit. Wie alle Nitrilhandschuhe ist auch dieser hochelastisch, besonders reißfest, bietet eine hervorragende Passform und ein ausgezeichnetes Tastempfinden. Der Einmalhandschuh ist unsteril und kann von beiden Seiten getragen werden.
Der Nitrilhandschuh von Hartmann ist nach der PSA EN 374 zertifiziert und entspricht den CAT 1 und CAT 2.

Verpackung von Nitrilhandschuhe von Hartmann, Daumen hoch ist abgebildet

Farbe

  • Lila eingefärbt


Handschuhgrößen

  • Erhältlich in den Größen XS, S, M, L und XL


Packungsgröße

  • Der Nitrilhandschuh Peha-soft ist in Packungsgrößen von 1500 Stück erhältlich. In jeder Spenderbox befinden sich 150 Einmalhandschuhe.


Besonderheiten

  • Puderfrei
  • Ohne Latex
  • Für Lebensmittel zugelassen
  • Zertifiziert als persönliche Schutzausrüstung nach EN 374
  • AQL von 1,5
  • Unsteril
  • Mit Innenbeschichtung

Warum werden im Umgang mit Lebensmittel Nitrilhandschuhe empfohlen?


Beim Umgang mit Lebensmittel hat Nitril einen klaren Vorteil gegenüber Latex- und Vinyl Handschuhen und dieser liegt besonders im Umgang mit Fruchtsäuren sowie Reinigungs- und Desinfektionsmitteln. Die Nitrilhandschuhe sind gegenüber diesen Stoffen besonders wiederstandfähig. Sie sind als lebensmitelecht ausgewiesen, was bedeutet, dass sie keinerlei Geruchs- oder geschmacklichen Wirkungen auf Lebensmittel haben. Ihre Zusammensetzung ist gesundheitlich unbedenklich. Bei Latexhandschuhen ist das Allergierisiko vorhanden und in den letzten Jahren sind die Zahlen von Erkrankten bzw. Allergikern deutlich gestiegen.

Was bedeuten die Handschuhgrößen 6 bis 11?

Für die Größenangaben von Handschuhen gibt es keine festen Regelungen. Oftmals wird S, M, L und XL verwendet. Aber auch die Zahlenreihe von 6 bis 11 ist sehr weit verbreitet. Um zu wissen, welche Größe ein Anwender hat, muss die Hand wie folgt ausgemessen werden:

Umfang der Hand messen. Dazu ca. 2 cm oberhalb der Beuge zwischen Daumen und Zeigefinger messen.
Länge der Hand messen. Dazu den Abstand zwischen der Linie am Handgelenkt und der Spitze des Mittelfingers messen.
Rechtshänder messen ihre rechte Hand. Linkshänder messen entsprechend die linke Hand.

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über die richtige Handschuhgröße:

HandschuhgrößeHandumfangHandlängeMindestlänge des Handschuhs
6 152 mm 160 mm 220 mm
7 178 mm 171 mm 230 mm
8 203 mm 182 mm 240 mm
9 229 mm 192 mm 250 mm
10 254 mm 204 mm 260 mm
11 279 mm 215 mm 270 mm

Warum sollte man beim Tragen von Einmalhandschuhen textile Unterziehhandschuhe tragen?
Jedes Material kann eine Allergie beim Träger auslösen. Jeder Schutzhandschuh kann Materialien enthalten, die eine Hautirritation oder eine Allergie auslösen kann. Daher wird das Tragen von textilen Unterziehhandschuhen empfohlen. Sie schützen auch vor einer starken Schweißbildung und der Hautaufweichung bei längerem Tragen.

Was ist eine Stulpe beim Schutzhandschuh?

Die Stulpe am Schutzhandschuh bedenkt das Handgelenk und kann auch den Unterarm abdecken. Sie dient zum zusätzlichen Schutz der Haut vor Spritzern.

Wozu dient der Rollsaum am Arbeitsschutzhandschuh?

Der Rollrand gibt dem Schutzhandschuh zusätzliche Stabilität und erleichtert das An- und Ausziehen. Außerdem schützt der Rollrand vor dem Zerreißen des Schutzhandschuhs.

Warum sollte man puderfreie Nitrilhandschuhe kaufen?

Je nach Einsatzzweck kann es sein, dass gepuderte Arbeitsschutzhandschuhe vom Gesetzgeber verboten sind. Außerdem kann der Puder auf die bearbeiteten Werkstücke, auf Patienten, auf Lebensmittel etc. übertragen werden. Es macht aber oftmals auch unschöne Flecken auf der Kleidung.

Kann ich Nitrilhandschuhe auch bei Minustemperaturen verwenden?

Nitrilhandschuhe sind geeignet für den Einsatz im Temperaturbereich von -4 Grad Celsius bis + 150 Grad Celsius.

Wie kann ich meine Hände nach dem Tragen von Arbeitsschutzhandschuhen pflegen?

Auch wenn in den Nitrilhandschuhen das Risiko für einen Wärmestau sehr niedrig ist, so kann es nach längerem Tragen zu einem Schwitzgefühl oder einem Wärmestau kommen. Es lässt sich nicht ganz vermeiden, dass die Hände durch die eigene Körperwärme und den eng anliegenden Einmalhandschuh anfangen zu schwitzen.

Daher ist es wichtig, die Hände nach dem Tragen von Einmalhandschuhen richtig zu pflegen. Da die Haut meist weich ist und trocken, empfiehlt sich eine pflegende Creme auf Öl-in-Wasser-Basis zu verwenden. Sie zieht besonders schnell in die Haut ein und unterstütz die natürliche Regeneration der Haut.

Warum benutzen Tätowierer oft schwarze Einmalhandschuhe?

Die Antwort auf diese Frage ist recht simpel: Da beim Tätowieren und Piercen es auch mal zu Blutungen kommen kann, werden in Tattoo Studios gerne Einmalhandschuhe in Schwarz verwendet. Blut sieht man auf den weißen Schutzhandschuhen sofort und könnte den einen oder anderen Besucher auch abschrecken. Daher werden in diesen Studios oftmals auf schwarze oder dunkelfarbige Schutzhandschuhe zurückgegriffen. In der Funktionalität besteht aber kein Unterschied. Lediglich die Farbe ist verändert.

Kann ich Nitrilhandschuhe auch bei einer vorhandenen Wunde tragen?

Ja, das geht mit Nitrilhandschuhen sogar deutlich besser als mit Latexhandschuhen. Der Grund dafür ist, dass Nitrilhandschuhe die Haut nicht zusätzlich reizen und sehr hautfreundlich sind. Es ist also kein Problem auch mit einer kleinen Hautverletzung oder einer vorhandenen kleinen Wunde Nitrilhandschuhe zu tragen.

Diesen Part kann man gut unten auf der Seite einbinden, eine gute Verlinkung nach außen.

Weitere Informationen erhalten Sie:

zur persönlichen Schutzausrüstung PSA und dem Thema Arbeitsschutz:
https://www.bfga.de/arbeitsschutz-lexikon-von-a-bis-z/fachbegriffe-j-r/psa-fachbegriff/

zum Thema Acceptable Quality Level AQL für Schutzhandschuhe:
http://www.bode-science-center.de/center/glossar/acceptable-quality-level-aql.html

zum Material Nitril Kautschuk:
http://www.chemie.de/lexikon/Nitrilkautschuk.html

zu Arbeitsschutzhandschuhen allgemein:
http://www.mit-heiler-haut.de/fileadmin/mit-heiler-haut.de/4_Hautschutz/Schutzhandschuhe_PPT.pdf

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