Ski Heil! - So erhöht man die Sicherheit beim Skifahren

Die Ski-Saison steht vor der Tür und die Wintersportler fiebern dem langersehnten Urlaub in den Bergen entgegen. Was gibt es Schöneres als einen Tag auf der Piste und schnittige Schussfahrten ins Tal? Aber nicht immer verläuft die Abfahrt glatt, und manch Skifahrer findet sich nicht in der Talstation wieder, sondern verletzt in der Klinik - meist ohne Fremdeinwirkung, wie Studien belegen. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen, wie Helm, Sicherheitsbindungen und den immer öfter zum Einsatz kommenden Protektoren, benötigten in der letzten Saison von über 4 Millionen Wintersportlern noch über 40.000 bei Unfällen ärztliche Hilfe. Zwar legen Wintersportorte sehr viel Wert auf sorgfältig präparierte Pisten und minimieren damit das Risiko, können es aber nicht völlig beseitigen.

Fit und gut vorbereitet auf die Piste

Ärzte weisen darauf hin, dass eine gute Vorbereitung das Verletzungsrisiko nennenswert senkt. Unfälle entstehen häufig durch den sogenannten Erschöpfungseffekt, beziehungsweise es kommt zum Erschöpfungsbruch. Studien belegen, dass eine große Zahl der Skiunfälle auf ein Fitnessdefizit bei den Verunglückten zurückgeht. Ein Manko, das nicht nur Abfahrtssportler betrifft, sondern auch Langläufer. Mit gezielten Übungen oder dem Besuch von Skigymnastik-Kursen lässt sich vorbeugen. Die Muskulatur sollte fit genug sein, Stürze abzufedern und aufzufangen. Vor allem sollten die Muskeln gestärkt werden, die beim Skifahren gebraucht werden, und das sind nun einmal genau die, die der Mensch während des restlichen Jahres kaum benötigt. Dazu kommt die Tatsache, dass die Muskelkraft ab dem 30. Lebensjahr abnimmt. Dem gilt es im Vorfeld des Winterurlaubs mit einem gezielten Muskelaufbautraining entgegenzuwirken. Dem Übergewicht den Kampf anzusagen, wirkt sich ebenfalls positiv auf ein unfallfreies Skierlebnis aus. Immerhin waren in der letzten Saison über 40 Prozent der Verunglückten übergewichtig.

Skifahren mit Bedacht und Weitsicht

Ärzte und Sporttherapeuten raten vor allem Saison-Skifahrern nicht bis zur völligen Erschöpfung zu fahren. Bezeichnenderweise ist die Gefahr eines Skiunfalls kurz vor der Einkehr in die Hütte und bei der letzten Abfahrt am höchsten. Zudem sollten Wintersportler nicht unterschätzen, dass die Muskulatur zusätzlich zur ungewohnten Anstrengung einen Teil der Energie zum Wärmen des Körpers benötigt. Was wiederum dazu beiträgt, dass die Kraft beim Sport im Winter schneller nachlässt und die körperliche Erschöpfung eher eintritt. Die Unfallstatistik belegt, dass die Fehleinschätzung des eigenen Könnens auf den Pisten vor Ort und übertriebener Ehrgeiz die Hauptrisikofaktoren bei Skiunfällen sind.

Erste-Hilfe Tipps bei Skiunfällen

- Als Sofortmaßnahme den Notruf 112 (europaweit) anrufen. Damit ist die Bergrettung verständigt. Auf die sogenannten W-Fragen gefasst sein: Wo? Angabe des Standortes, Was? Angabe der Verletzung, Wie? Können Angaben zum Unfallhergang gemacht werden, Wann? Angabe, falls möglich, Wer? Anzahl der Verletzten. Wichtig: Der Notruf sollte von der Zentrale beendet werden. Erst dann ist sichergestellt, dass die Einsatzkräfte alle wichtigen Informationen erhalten.
- Unbedingt die Unfallstelle absichern. Hat sich das Unglück hinter einer Bergkuppe ereignet, Ski über Kreuz auf die Bergkuppe stellen und gegebenenfalls eine bunte Jacke auf Stöcken über die Skier hängen. Das Unfallopfer an eine sichere Stelle bringen, wenn der Unfallort schwer einsehbar ist. Allerdings nur, wenn Kopf- und Halsverletzungen sowie Becken- und Wirbelsäulenverletzungen auszuschließen sind. Ansonsten Unfallopfer auf keinen Fall bewegen.
- Ist keine Atmung vorhanden, sofort mit der Herzmassage beginnen und fortführen, bis die Rettungskräfte eintreffen.
- Bei Bewusstlosigkeit in die stabile Seitenlage bringen.
- Die verletzte Person warmhalten, gegebenenfalls mit einer Rettungsdecke oder der eigenen Jacke, und nicht alleine lassen.
- Hat der Ersthelfer den Sturz nicht gesehen oder besteht die Gefahr, dass die Halswirbelsäule verletzt ist, dann auf keinen Fall den Helm abnehmen.

Skifahren ist ein extrem temporeicher Sport und daher auch mit Unfallrisiken verbunden; doch lassen sich Rutsch- und Sturzgefahren mit einer angemessenen Vorbereitung und dem richtigen Verhalten auf der Piste weitestgehend minimieren. Mit der idealen Pisten-Fitness steht einem sportlichen Winterurlaub nichts mehr im Wege: Also: Bahn frei und Ski Heil!

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